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Woas de Datteri(s)ch moant, inträsiert mi(s)ch net. (Was der Datterich meint, interessiert mich nicht)

Datterich und die Filosofen

„Schoad, doass de Datteri(s)ch schun vo hunnerdfuffzi(s)ch Joahr gestorbe seun“, babbelte de Heunä, „dä däht genaa zu unsä Filosoferund basse.“
„Schun mee(s)chli(s)ch“, ägänzte Klausi. „Woas dähsde denn mache, wennä pletz li(s)ch, unäwadded dor(s)ch die Kneipedier kimme däht?“
„Hallo, Datterich, duh di(s)ch zu uns hocke. Losst uns zusoamme eunnä              be(s)chern als wollte mä de Rheu leern, Hoankees esse, doass de Staab aasäm Hals erauskimmt. Doann kenne mä noch koarte un duhn Muusik lausche. I(s)ch waaß, du host net viel Geld....braachste aach net, heit duhn mä dä alles spendiern.“
„Des seun doch äh schee Begrießung“, moante Babett(s)che, „awä wä duht seu Re(s)chnung bezoahle? Wenn de Datterich waaß, alles seun umsonst ferren, doann duhtä bestimmt zuschloage.“
„Mä kennte äh Spiel(s)che oan jänem Owend mache“, schluch i(s)ch vo, „wä vo uns zuerst ufs Klo laafe duht un äh Rappel(s)che dähti(s)cht, muss alles bleche.“
I(s)ch werd eune groß Erwachsenwindel oaziehe, schmunzelte i(s)ch in mi(s)ch neu, väzählte awä de annern nix devo.
„Äh tiepisch Schor(s)chispiel(s)che“, babbelte Klausi, „trotzdäm, koa schlä(s)cht Idee.“
„Kimmt iwähaapt net in Froag!“ schaltete si(s)ch unsä Wert, Mosjö Mondmoann, eu, „ihr väsucht nur des Rappel(s)che zurick zu hoalte un macht debaa in die Hos. Oaschließend stinktes un duht nur meu Gest vädreife. Aaaßädäm, so oan Vähoalte seun net gut fer de gute Ruf meunä Gaststätt, mä seun hier schließli(s)ch in eunäm Edelrestoroa. “
Gelä(s)chtä unsräsaats wor die Fol(s)ch.
Heunä schluch vo, mä sollte oan Wettbewerb väoastalte, zim Baaspiel aas Biedeckel Heis(s)chä baue. De Välierä misst doann fer de Re(s)chnung vo unserm Gast groadstehe.
Uf Begaasterung stieß des aach net. Es koame noch annern Voschlä(s)ch, die awä aach nix anneres als bleede Posse worn.
Mä stritte uns bestimmt zwa Stunne loang un hodde koa Leesung fer des Problem. Endli(s)ch hodde unsre Filosofin Babbett(s)che oan genioale Eufall, dä uf braate Zustimmung stieß.
„Mä taale die Re(s)chnung uf“, schluch es vo, „jedä betaali(s)cht si(s)ch un bezoalt des Glaa(s)che.“
                           De Datteri(s)ch wor ähn sä klugä Moann
                           daht schrabbe baa jedä Fraa, jedäm Moann.
                           Daht gern Bier un Weu in Kneipe drinke
                           nie seun Gemiet in Driebsoal väsinke.
                           Daht fer(s)chtäli(s)ch gern Hoankees esse
                           ä wor halt ähn goanz normoalä Hesse.


 

Übersetzung: „Schade, dass der Datterich schon vor hundertfünfig Jahren gestorben ist“, quasselte der Heiner, „der würde genau zu unserer Filosofenrunde passen.“
„Schon möglich“, ergänzte Klausi. „Was würdest du denn machen, wenn er plötzlich, unerwartet durch die Kneipentür kommen würde?“
„Hallo, Datterich, setz dich zu uns. Lasst uns zusammen einen bechern als wollten wir den Rhein leeren, Handkäse essen, dass der Staub zum Hals rauskommt. Dann können wir noch Karten spielen und hören der Musik zu. Ich weiß, du hast nicht viel Geld.....brauchst du auch nicht, heute spendieren wir alles.“
„Das ist doch eine schöne Begrüßung“, meinte Babettchen, „aber wer bezahlt seine Rechnung? Wenn der Datterich weiß, alles ist umsonst für ihn, schlägt er bestimmt zu.“
„Wir könnten ein Spielchen an jenem Abend machen“, schlug ich vor, „wer von uns zu erst auf`s Klo muss, um Pipi zu machen, muss blechen.“
Ich werde eine Erwachsenenwindel anziehen, schmunzelte ich in mich rein, erzählte aber den Anderen nichts davon.
„Ein typisches Schorschispielchen“, quasselte Klausi, „aber keine schlechte Idee.“
„Kommt überhaupt nicht in Frage“, schaltete sich unser Wirt, Mosieur Mondmann, ein ,“ihr versucht nur das Pipi zurück zu halten und macht dabei in die Hose. Anschließend stinkt es und vertreibt meine Gäste. Außerdem, so ein Verhalten ist nicht gut für den Ruf meiner Gaststätte, wir sind hier schließlich in einem Edelrestaurant.“
Gelächter unsrerseits war die Folge.
Heiner schlug vor, wir sollten einen Wettbewerb veranstalten, zum Beispiel aus Bierdeckeln Häuscher bauen. Der Verlierer müsste dann für die Rechnung unsres Gastes gerade stehen.
Auf Begeisterung stieß dies auch nicht. Es kamen noch andere Vorschläge, die aber auch nichts anderes als blanker Unsinn waren.
Wir stritten uns bestimmt zwei Stunden lang und hatten keine Lösung für dies Problem. Endlich hatte unsre Filosofin Babettchen einen genialen Einfall, der auf breite Zustimmung stieß.
„Wir teilen die Rechnung auf“, schlug es vor, „jeder beteiligt sich und bezahlt das Gleiche.“ 
                            Der Datterich war ein sehr kluger Mann
                           Schlauchte bei jeder Frau, jedem Mann.
                           Tat gern Bier und Wein in Kneipen trinken
                           nie sein Gemüt in Trübsal versinken.
                           Tat fürchterlich gern Handkäse essen
                           er war halt ein ganz normaler Hesse.

(Handkäse ist in anderen Regionen als Harzer Roller bekannt)