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Die zwaa Buwe kimme hier mit Kuldur in Beriehrung, des se freidi(s)ch genieße.
Se unnäsuche die Megli(s)chkaat zu woas Skulpturn nietzli(s)ch seun (bildende Kunst),spiele mit entsprechend Mimik (Theater) und de Greeßere mustert taxiernd de Kloanere, um Väbesserungsvoschlä(s)ch zu mache (Ausbildung der Kritikfähigkeit).
(Die zwei Jungen kommen hier mit Kultur in Berührung, das sie freudig genießen.
Sie untersuchen die Möglichkeit, zu was Skulpturen nützlich sind, spielen mit entsprechender Mimik und der Größere mustert taxierend den Kleineren um Ver-
Besserungsvorschläge zu machen.)

Das Wochenende vom Marko

In de Schul wurde Macko von de Lärärin gefroat, wassä denn so am Wochenend unnänomme hädd.
“Also, de Fillip wor baa mä un hadden Ball debaa. Den hoddä mä uf de
Stroß immä  zugeworfe un i(s)ch heb  dewerrer geträre.
Dann wollt i(s)ch mit meum Vaddä in die Brombel gehe un anschließend noch gäle Blume uf de Wies   roppe, wie er mä versproche hodd, awä ä konnt net, weil ir(s)chendwelche Freinde von ihm zu Besuch kame. Mit dänne hebbe meu
Eldern gekoartet un noch Muusik gelauscht. Deswäje habi(s)ch vorm Kompjuter gehockt unnen Ballerspiel gemacht. Da seun fiese, bludi(s)che  Monsdä iwer Grabe, Mauern un Zein gehippt. Mei Ufgab wor diese Viecher zu schieße, was mä hei-     fi(s)ch gelong, oft hodd i(s)ch gedroffe.
Aaßerdem hodd i(s)ch mit däm Fillip noch meu Schwestä, des Marie(s)che,
geär(s)chert.“
“Hast du auch was im Bereich Kultur unternommen?“ froate die Lärärin, Fraa
Allesweiß.                 “Kuldur? Was issen des?“
“Theater, Malerei, ein Buch lesen, Kunst.“
„Aach, sowas is des. Unser Familjeläwe is erfillt devo. Meu Muddä soat oft
zu meum Vaddä   du spielst de ganze Daach Teadä. Mei Vaddä widderum soat
zu meu Muddä   unser finanzjell Situazion malsd du in de scheensde Fabbe aas,
in Werkli(s)chkeit isse beschisse.
Bichä läse duhn mä aach, mei Muddä hodd, nachdäm i(s)ch heumli(s)ch märere
Stickä Ribbelkuche entsor(s)cht  hebb, mi(s)ch ernst oageguckt un gesoat:I(s)ch kann in deune Aache wie innem Buch läse, duh mi(s)ch net oaliehe.
            Zu Kunst fellt mä aach noch was eu. Meu Schwester, des Marie(s)che
schaat  heifi(s)ch  innen Spie(s)chel, der etwa so groß wie e Schulheft is. Se  schneudet debaa immä Grimasse, sie glaabt nämli(s)ch  sie wär dann besunners schee. Mei Eldern meune  dazu:    Marie(s)che macht widder moal abstrakte Kunst.“






Übersetzung: In der Schule wurde Marko von der Lehrerin gefragt, was er am Wochenende unternommen hätte.     „Also, der Fillip war bei mir und hatte einen Ball dabei. Den hat er mir auf der Straße immer zugeworfen und ich habe dagegen getreten. Dann wollt ich mit meinem Vater Brombeeren sammeln und gelbe Blumen auf der Wiese pflücken, wie er mir versprochen hatte, aber er konnte nicht, weil irgendwelche Freunde von ihm zu Besuch kamen. Mit denen spielten meine Eltern Karten und hörten Musik. Deswegen habe ich vor dem Computer gesessen und ein Ballerspiel gemacht. Da sind fiese, blutige Monster über Gräben, Mauern und Zäune gehüpft. Meine Aufgabe war es diese Viecher abzuballern, was mir auch häufig gelang, oft hatte ich getroffen. Außerdem hatte ich noch mit dem Fillip meine Schwester, das Mariechen, geärgert.“  „Hast du auch was im Bereich Kultur unternommen?“
fragte die Lehrerin, Frau Allesweiß.
 „Kultur? Was ist das?“   „Theater, Malerei, ein Buch lesen, Kunst.“
“Ach sowas ist das. Unser Familienleben ist erfüllt davon. Meine Mutter sagt oft zu meinem Vater      du spielst den ganzen Tag Theater. Mein Vater widerum sagt zu meiner Mutter      unsere finanzielle Situation malst du in den schönsten Farben aus, in Wirklichkeit ist sie beschissen.           Bücher lesen wir auch. Meine Mutter hatte, nachdem ich heimliche mehrer Stücke Streuselkuchen entsorgt hatte, mich ernst angeguckt und gesagt:
     "Ich kann in deinen Augen lesen wie in einem Buch, lüg mich nicht an."
Zu Kunst fällt mir auch noch was ein. Meine Schwester, das Mariechen,schaut häufig in einen Spiegel, der etwa so groß ist wie ein Schulheft. Sie schneidet dabei immer Grimassen, sie glaubt nämlich sie wäre dann besonders schön. Meine Eltern meinen dazu       Mariechen macht wieder mal abstrakte Kunst.“ 


Dieses Bild, gemalt von einem aus der Familie Schnabbelschnut, erkennt die Lehrerin gerade so als Malerei an. Die Aktionen der zwei Jungen auf dem Bild des Kopfes dieser Seite erkennt sie nicht als Kultur an.                               Muss man Alles so eng sehen?