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Fan-Geld

Oan eunäm Samsdaach draf i(s)ch in unserm Dorff äh Grupp vo junge Fußballoahängä des Fronkforder Bundesligaclubs. Se hodde si(s)ch als Fans raasgebutzt,se truuche entsprechende Kappe un Schals und wollte groad mit eunäm Bus gemeunsoam nach Fronkford fohrn. Denne ihr Fraazaatbeschäf-           ti(s)chung woar zwoar in moane Aache harmlos, awä trotzdäm ebbes bescheiert.
„Na, wie geht’s eich?“ froate i(s)ch gespielt naiv, „hodd die Kluft de Väeu eich gespendet? kenntä defier umsonst ins Stadion gehe?“
Irritiert glotze die Juchendli(s)che un junge Männä mich oa.
„Wä misse genaaso Eutrittsgeld bezoahle wie die annern aach. Un de Schal, die Kapp un de Dress hämmä a selwä berappe misse. Des woar goanz schee deiä“, antworttete Eunä.

„Awä wä hobbe des Geld gern lockä gemacht. Es seun ja fer ähn gure Zweck“, ergänzte ähn Annerä.
„Woas fer eun gure Zweck?“ froate i(s)ch, „wolltä ärei(s)che, doass eire Fußball-Geddä noch mä Geld scheffle kenne?“
„So derf mä des net betrachte“, äklärte Oanä, „Sie, Hä Schnabelschnut hobbe ja aach Hobbies un kriehe koa Geld defier.  Se hobbe scho fer de Nadurschutzgrupp gearweitet un koan eunzi(s)che Eiro defier välongt.“
„Des koann mä net väglaache“, woandt i(s)ch eu, „wenn i(s)ch woas duh, doann schmeiß i(s)ch awä niemoand Geld in de Rache, so wie ihr.“
Die Oagesprochene winkte ab. „Geschenkt,“ moante Eunä.
„Fer wel(s)chen Väeu dricke sie denn de Daame?“ froate ähn Bu, viellaacht verzeh Johr oald, „i(s)ch hoff doch net fer die Bayern-Bleedels.“
„I(s)ch seun fer keun Väeu ähn Fänn“, daht i(s)ch doa antwortte, „awä duht doch emoal noach froage, ob i(s)ch Fänn-Geld kriehe kennt. Wenn i(s)ch mit dä Summ zufriede bin, werd i(s)ch doann aach immä mit eich foahrn un eierm Club zujuwele. Nadierli(s)ch wiill i(s)ch a keu Eutrittsgeld fer die Spiel berappe “  

    

                                     I(s)ch wär die greeßt Stitz vom Väeu

                                     drim losst mi(s)ch ohn Eutrittsgeld ereu.

                                     Meu laat Brillstimm seun net zu iwäheern

                                     des hobbe groß un kloane Fäns sä gern.

                                                          

 


 

Übersetzung:  An einem Samstag traf ich eine Gruppe von jungen Fußballanhängern desFrankfurter Bundesligaclubs. Sie hatten sich als Fans rausgeputzt, sie trugen entsprechende Kappen und Schals und wollten gerade mit einem Bus gemeinsam nach Frankfurt fahren.
Denen ihre Freizeitbeschäftigung war zwar in meinen Augen harmlos, aber trotzdem etwas bescheuert.
„Na, wie geht´s euch?“ fragte ich gespielt naiv, „hat die Kluft euch der Verein gespendet? Könnt ihr dafür umsonst ins Stadion gehen?“
Irritiert glotzten die Jugendlichen und jungen Männer mich an.
„Wir müssen genauso Eintrittsgeld bezahlen wie die anderen auch. Und den Schal, die Kappe und den Dress haben wir auch selber berappen (bezahlen) müssen. Das war ganz schön teuer “, antwortete Einer.
„Aber wir haben das Geld gerne locker gemacht. Es ist für einen guten Zweck“, ergänzte ein Anderer.
„Was für einen guten Zweck?“ fragte ich, „wollt ihr erreichen, dass eure Fussballgötter noch mehr Geld scheffeln können?“

„So darf man das nicht betrachten“, erklärte Einer, „sie, Herr Schnabbelschnut, haben ja auch Hobbies und kriegen kein Geld dafür. Sie haben schon für die Naturschutzgruppe gearbeitet und keinen einzigen Euro dafür verlangt.“
„Das kann man nicht vergleichen“, wandt ich ein, „wenn ich was mache, dann schmeiß ich aber niemendem Geld in den Rachen so wie ihr.“
Die Angesprochenen winkten ab. „Geschenkt“, meinte Einer.
„Für welchen Verein drücken sie denn den Daumen ?“ fragte ein Junge, vielleicht 14 Jahre alt, „ich hoff doch nicht für die Bayern-Blödels“.
„Ich bin für keinen Verein ein Fan“, antwortete ich darauf, „aber fragt doch mal nach ob ich Fan-Geld kriegen könnte. Wenn ich mit der Summe zufrieden bin, werde ich auch immer mit euch fahren und eurem Club zujubeln. Narürlich will ich  auch kein Eintrittsgeld für die Spiele berappen.“

                          "Ich wär die größte Stütze vom Verein

                          drum lasst mich ohne Eintrittsgeld herein.

                          Meine laute Brüllstimme ist nicht zu überhören

                          das haben große und kleine Fans sehr gern."