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Die Abenteuer des Martin Waldfreund

       auf dieser Seite sind:

       Durchfall

       Martin ein alter Obdachloser?

       Mutprobe I

       Mutprobe II

       Mückenplage, mit Kurzvideo 41s

       Moorwasser

       Was ist ein Abenteuer ?,  mit Kurzvideo 27s

       

  

Durchfall

Vo Korzäm hebb i(s)ch wirrä moal de  Maddi Woaldfreind gedroffe.

„Na, wie geht`s denn so, Maddi?“ begrießte i(s)ch in de Kneip  Zim weise Mondmoann  de oalde Nadurschidsä, „I(s)ch hebb di(s)ch hier schun loang nämmä gesehe.“

„Is joa aach koa Wunnä“, daht de Moann oantwordde, „i(s)ch wohn ja net in Juräm, sunnern im Noachbaaordd.“

„Hosde dies Joahr im Summä wirrä eune Woanderung im Naddsjonalpack Eifel gedähdi(s)cht?“ froate i(s)ch de Maddi.

„Loass mi(s)ch erst moal ähn Schluck Bier kippe, Schorschi, bevo i(s)ch deriwwä babbel.“

Des dahtä denn aach. Doann: „Äh mädä(s)chi(s)ch Woanderung hebb i(s)ch schun gemacht, awä net wirrä in de Eifel, sunnern im Naddsjonalpack Mieridss in Mecklebor(s)ch-Vopommern.“

„Un? Woar des net zu oastrengend fer di(s)ch? Du bist ja aach nemmä de Jingste. Hosde viele Abendeiä äläwe derffe?“

„Des hebb i(s)ch“, nickte meun Gesprä(s)chspaddnä, „i(s)ch waaß goar net, mit wel(s)chäm i(s)ch oafoange soll zu väzähle, so viele indresonte Äei(s)chnisse kreise alleweil noch in meunäm Hern rim, so als wär i(s)ch groad erst gesdern wirrä zurick kumme.“

„Väzähl halt er(s)chend oans“, fordderte i(s)chän uf.

„Joa, doa woar zim Baaspiel die Oagelä(s)chenhaat mit däm Sojagranuloat. Viellaa(s)cht waaßde, Schor(s)chi, des is eun Ploanseprodukt, sä eiweißhaldi(s)ch un koann mä als Flaaschäsadds fuddern, wenn `s gekocht orrä gebroate werd.“
„Is mä bekoannt“, besdädi(s)chte i(s)ch, „de Geschmack is ebbes ei(s)chaddi(s)ch, orrä mä koanns aach so aasdricke: De Geschmack is ar(s)ch gewehnungsbederffdi(s)ch.“

„Fer Feunschmeckä is des nix, Schor(s)chi. Des muss i(s)ch zugewwe. Allädings isses aach net so schlimm, doass mä koddse muss. Also: Von däm Zei(s)chs hebb i(s)ch mä ebbes im Woald uf meunäm kloane Gasbrennä obgekocht un hebb des doann aach gegesse, obwohl mi(s)ch friehä oanä gewannt hodd, ä hädd devo Dor(s)chfall gekriggt.   Laadä is des mä aach bassiert. I(s)ch spierte goans pleddsli(s)ch vo eunä Sekunn uf die annä ähn Brubbeldruck. Sofordd daht i(s)ch in de Woald eile, i(s)ch wollt net groad uf däm Woandäwä(s)ch meu Hoos runnä ziehe un scheiße.    Uugli(s)chäwaas koams doann schun vo eloa, i(s)ch spierte eune Flissi(s)chkaat oam Bobbes. Droddsdäm bini(s)ch noch euni(s)che Metä in de Woald gelaafe, aaßä Si(s)chtwaat des Woandäwä(s)ches.“

„Du host doch si(s)chä eune Äsaddsunnähoos debaa in deunäm Rucksack.“

„Hodde i(s)ch. Awä zuerst musst i(s)ch Hoos un Unnähoos aasziehe un die flissi(s)ch Scheiß oabfließe loasse.

Nadierli(s)ch hodd des fer(s)chdäli(s)ch gestunke un musste Bobbes, Unnähoos un Inneseite vo de Owäschenkel mit oabgerissen Moos reuni(s)che. Braune Fabb woar oan de Unnähoos nemmä, awä äh Geruchsproob zei(s)chte mä: De Gestoank woar immä noch gnoadelos doa, doa hebb i(s)ch halt Erd genumme un Bobbes un Wäschstick doamit mämoals eugeriebbe. So is mä`s dahtsä(s)chli(s)ch gelunge, dän Scheißgeruch zu entfernne, jedds woar nur noch so oan Humusgeruch woahr zu nemme, des empfoand meu Noas allädings als hammlos.“

„Un doann hosde si(s)chä deu Äsaddsunnähoos oagezouhe.“, moante i(s)ch.

Maddi schiddelte seun Wersching. „Noa, hebb i(s)ch net. I(s)ch wollt net, doass die aach noch väschmiert werd. Doa hebb i(s)ch halt, die jedds noach Humuserd rie(s)chende, Unnähoos wirrä oagezouhe.“

Maddi daht äneit ähn Schluck Bier kippe. Doann: „Du musst doch zugewwe, Schor(s)chi, des woar ähn werkli(s)ch ufrä(s)chend Abendeiä un net nur so oan Probläm vo Spießäkämpä, die wo nix anneres im Kopp hobbe un fiebähaft iwälä(s)che, ob se fer dän Grilloabend aaßä Broatwerscht un Frikadelle aach noch Kottlets braache.“

Däm konnt i(s)ch nur zustimmend nicke.



Dor(s)chfoall hobbe koann rä(s)cht spoannend seun

aach wenn die Hoos  doann nemmä reun.

„Doamit woar des indresont Äei(s)chniss mit däm Dor(s)chfall awä noch net be..ennet“, babbelte Maddi weitä, „i(s)ch hodd groad wirrä meun Rucksack mit  zwoansi(s)ch Kilo Gepäck uffen Buckel un woar uugfäh drei Minute uffen Woandäwä(s)ch gelaafe, doa väspierte i(s)ch schun wirrä so eun pleddsli(s)chä Brubbeldruck. Awä in däm Moment daht i(s)ch net in de Woald gehe, sunnern i(s)ch daht sofordd oam Wä(s)chesroand Hoos un Unnähoos runnäziehe un meun naggte Bobbes in die frisch Woaldluft stecke, noachdäm i(s)ch in Hockestellung ging. Awä diesmoal woarn mä die Winde des Gliggs hold, nur  Groas un Moos worde mit braunä, dickä Sooß iwäschidd.

Woahrscheunli(s)ch hädd i(s)ch des schun wirrä längst vägesse, wenn doa net äh Fraa mit ihre zwaa kloane Kinnä vobaa kumme seun. Die hodde nur so kloane Provijoantrucksäckel(s)chä debaa.  De eune Buh, vämutli(s)ch noch im Kinnägaddeoaldä, froate soa Muddä: Was macht hier der Mann?

Die spießi(s)ch Muddä daht oantwordde:  Der ist ein Ekelschwein. Komm Junge! Wir gehen sofort weiter.

I(s)ch woar dä Uffassung, so woas braach i(s)ch mä net biete loasse un schimpte sä väer(s)chert: Offensi(s)chtli(s)ch duhn se des als edel emfinne, lieb Fraa, bessä in die Hoos zu scheiße als hier in de Woald. Doann reumte i(s)ch noch:



I(s)ch muss hier sofordd scheiße

sunst duht de Forzgaast

mä in den Bobbes beiße.“

           (Etwas zu lesen über die am Anfang erwähnte Eifelwanderung   ist

            zu lesen in der Anekdote  Unterwegs auf dem Wildnistrail )




Übersetzung: Vor Kurzem habe ich wieder mal den  Martin Waldfreund getroffen.

„Na, wie geh s denn so?“ fragte ich den alten Naturschützer in der Kneipe Zum weisen Mondmann., „ich hab dich schon lange nicht mehr gesehen.“

„Ist ja auch kein Wunder“, antwortete der Mann, „ich wohne ja nicht in Jugenheim sondern im Nachbarort.“

„Hast du dieses Jahr wieder eine Wanderung im Nationalpark Eifel gemacht?“ fragte ich Martin.

„Lass mich erst mal einen Schluck Bier trinken, Schorschi, bevor ich darüber rede.“

Dies tat er dann auch. Dann: „Eine mehrtägige Wanderung hab ich schon gemacht, aber nicht wieder in die Eifel, sondern im Nationalpark Müritz in Mecklenburg-Vorpommern.“

„Und? War dies nicht zu anstrengend für dich? Du bist ja auch nicht mehr der Jüngste. Hast du viele Abenteuer erleben dürfen?“

„Das hab ich“, nickte mein Gesprächspartner, „ich weiß gar nicht, mit welchem ich anfangen soll zu erzählen, so viele interessante Ereignisse kreisen immer noch in meinem Hirn, so als wäre gerade erst gestern zurück gekommen.“

„Erzähl halt irgendeins!“ forderte ich ihn auf.

„Ja, da war zum Beispiel die Angelegenheit mit dem Sojagranulat, Vielleicht weißt du, Schorschi, das ist ein Pflanzenprodukt, sehr eiweißhaltig und man kann es als Fleischersatz futtern, wenn`s gekocht oder gebraten wird.“

„Ist mir bekannt“, bestätigte ich, „der Geschmack ist etwas eigenartig oder man kann es auch so ausdrücken: Der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig.“

„Für Feinschmecker ist das nichts, Schorschi. Das muss ich zugeben. Allerdings ist es auch nicht so schlimm, dass man kotzen muss. Also: Von dem Zeugs hab ich etwas im Wald auf meinem kleinen Gaskocher gekocht und dann auch gegessen, obwohl mich früher einer gewarnt hatte, er hätte davon Durchfall gekriegt. Leider ist das auch mir passiert. Ich spürte ganz plötzlich, von einer Sekunde auf die nächste, einen starken Brubbeldruck. Sofort eilte ich in den Wald, ich wollte nicht gerade auf dem Wanderweg meine Hose runter ziehen und scheißen. Unglücklicherweise kam`s dann doch schon von alleine, ich spürte eine Flüssigkeit am Hintern. Trotzdem bin ich in den Wald gegangen, außer Sichtweite des Wanderweges.“

„Du hast doch sicher eine Ersatzunterhose dabei in deinem Rucksack.“

„Hatte ich. Aber zuerst musste ich Hose und Unterhose ausziehen und die flüssige Scheiße abfließen lassen. Natürlich hatte das fürchterlich gestunken und musste Hintern, Unterhose und Innenseite der Oberschenkel mit abgerissenen Moos reinigen. Braune Farbe war somit an der Unterhose nicht mehr, aber eine Geruchsprobe zeigte mir: Der Gestank war noch gnadenlos da. Deshalb hab ich Erde genommen und die genannten Körperstellen und Unterhose damit mehrmals eingerieben. So gelang es mir tatsächlich den Scheißgeruch zu entfernen, jetzt war nur noch so ein Humusgeruch wahr zu nehmen, ihn empfand meine Nase allerdings als harmlos.“

„Und dann hast du sicher deine Ersatzunterhose angezogen“, meinte ich.

Martin schüttelte seinen Kopf. „Nein, hab ich nicht. Ich wollte nicht, dass die auch noch verschmiert wird. Da hab ich halt  die, jetzt nach Humuserde riechende, Unterhose wieder angezogen.“

Martin kippte erneut einen Schluck Bier. Dann : „Du musst doch zugeben, Schorschi, das war ein wirklich aufregendes Abenteuer und nicht nur so ein Problem von Spießercampern, die nichts anderes im Kopf haben

und fieberhaft überlegen, ob sie für den Grillabend außer Bratwürsten und Frikadellen noch Koteletten brauchen.“

Dem konnte ich nur zustimmend nicken.

Durchfall kann recht spannend sein

auch wenn die Hose  dann nicht mehr rein.

„Damit war das interessante Ereignis mit dem Durchfall aber noch nicht beendet“, schwätzte Mrtin weiter, „ich hatte gerade wieder meinen Rucksack mit 20kg Gepäck auf dem Buckel und war ungefähr drei Minuten auf dem Wanderweg gelaufen, da verspürte ich schon wieder so einen plötzlichen Brubbeldruck. Aber in jenem Moment ging ich nicht in den Wald, sondern zog am Wegesrand sofort Hose und Unterhose runter und steckte meinen nackten Hintern in die frische Waldluft, nachdem ich in die Hockestellung ging. Aber diesmal waren mir die Winde des Glücks hold, nur Gras und Moos wurde mit brauner, dicke Soße überschüttet.

Wahrscheinlich hätte ich das schon längst wieder vergessen, wenn da nicht eine Frau mit ihren zwei Kindern vorbei gekommen waren. Die hatten nur so ein kleines Proviantrucksäckelchen dabei. Der eine Bub, vermutlich noch im Kindergartenalter, fragte seine Mutter: Was macht hier der Mann?

Die spießige Mutter antwortete: Der ist ein Ekelschwein. Komm! Junge, wir gehen sofort weiter.

Ich war der Auffassung, so was brauche ich mir nicht bieten zu lassen und schimpfte sehr verärgert: Offensichtlich tun Sie das als edel empfinden, liebe Frau, besser in die Hose zu scheißen als hier in dem Wald.   Ich reimte noch:

Ich muss hier sofort scheißen

sonst wird der Furzgeist 

mir in den Hintern beißen.

   

Martin ein alter Obdachloser?


„Hosde noch mä sol(s)chä Oabendeiä, diede väzähle koannst, Maddi?“

De Moann nickte. „Selwsvästännli(s)ch. Oam leddste Daach meunes Ufenthalt in Nordd-Deitschloand musste i(s)ch in de Stadt mit däm Noame Waren zim Boahnhof tigern. Von dordd daht i(s)ch mittäm Zug noach Siedhesse zurick foahrn.“

„Un die Boahnfoahrt woar doann besunners oabendeiäli(s)ch“, bemerkte i(s)ch.

„Noa des net. Oan jänem Daach hodds vo mor(s)chens frieh bis in die Noacht nur gerejent, I(s)ch woar nemmä iwäall drocke oam Kerpä un foand net glei de ri(s)chdi(s)ch Wä(s)ch dordd hie.“

„Doa häddste doch uf deun Smaatfoon gucke kenne un dä de Wä(s)ch zei(s)che loasse, Maddi“.

„I(s)ch hadd zwaa so eun Gerät debaa, hebbs awä nur benuddst fer Weddänoachri(s)chte. Eun Navigaddsjoonprogroamm is doa net druf un hodds aach bishä net gebraacht. I(s)ch waaß, mä kennt aach mittäm Ruuteploanä  beu meunäm Probläm woas ärei(s)che, awä de Akku woar lä.

 Desweje hebb i(s)ch zwaa Fraue, die wo bestimmt zwoansi(s)ch Joahrn jingä woarn als i(s)ch, gefroat  Bin i(s)ch hier uf de ri(s)chdi(s)ch Wä(s)ch zim Boahnhof?

Oanstatt äh gescheid Oantwordd zu gewwe, hodd die eune nur gesoat: Du brauchst dich erst gar nicht dort hin zu bemühen, die Bahnhofshalle wird um fünf Uhr abgeschlossen. Dort mit schlafen ist also nichts.  

I(s)ch will goar net schloawe, oantworddete i(s)ch. Die annä bleekte  Komm Moni, gleich wird der uns umeinen Euro anbetteln. Doa woar i(s)ch doch ebbes iwärascht, die hielte mi(s)ch dahtsä(s)chlich fer eun Obdachlosä, dä wo beddelnd dor(s)chs Loand tigert.

Ebbes belaadi(s)cht woar i(s)ch doa schun, konnsde dä denke Schor(s)chi, gell?“

I(s)ch nickte nur bestädi(s)chend.

„Als eun Bergsträßä Dorfdi(s)chtä daht i(s)ch reume:


  

Du un du(i(s)ch deitete uf die Zwaa)seud hässli(s)ch Schrumpel

in eiä Kepp koa kloar Gedoanke, nur Rumpumpel.

Dezu seudä sä uuheefli(s)ch, ar(s)ch arrogoant

i(s)ch de Edelhä degeje eun Dorffdi(s)chtä, sä galoant.

Duht jedds schnell laafe fordd

baa mä seudä oam falsche Ordd.

Obwohl die zwa uusimbaadi(s)che Weibä bestimmt koan hessi(s)ch koannte,hobbe die si(s)chä doch die Zielri(s)chtung vo meunäm Reum västonne. Mit gespieltä orrä dahtsä(s)chli(s)chä Entristung seun die worddlos fordd gelaafe.

Awä äh dritt die dezu koam hodd des aach mit gekriggt un blieb sogoar stehe. Die froate i(s)ch ewefalls noach däm Wä(s)ch zim Boahnhof. Die daht nur oantwordde: Ich hab keine Zeit un ging weg.“

„Besunners edel un galoant woar deu Vähalte zu de zwaa Frauhe groad net“, daht i(s)ch kridisiern.

„Stimmt“, nickte Maddi, „awä die Zwaa hobbe mit de Uuheefli(s)chkaate oagefoange.“

  

Übersetzung: „Hast du noch mehr solche Abenteuer, die du erzählen kannst, Martin?“

Der Mann nickte. „Selbstverständlich. Am letzten Tag meines Aufenthaltes in Nord-Deutschland musste ich in der Stadt mit dem Namen Waren zum Bahnhof tigern. Von dort fuhr ich mit dem Zug zurück nach Südhessen.“

„Und die Bahnfahrt war dann besonders abenteuerlich“, bemerkte ich.

„Nein, das nicht. An jenem Tag hatte es von morgens früh bis in die Nacht nur geregnet. Ich war nicht mehr überall trocken am Körper und fand nicht gleich den richtigen Weg dort hin.“

„Da hättest du doch auf dein Smartphone gucken können und dir den Weg zeigen lassen, Martin.“

„Ich hatte zwar so ein Gerät dabei, hab es aber nur benutzt für Wetternachrichten. Ein Navigationsprogramm

ist da nicht drauf und hatte es auch bisher nicht gebraucht. Ich weiß, man könnte auch mit einem Routenplaner bei meinem Problem was erreichen, aber der Akku war leer.

Deswegen hatte ich 2 Frauen, die bestimmt 20 Jahre jünger waren als ich, gefragt  Bin ich hier auf dem richtigen Weg zum Bahnhof.?

Anstatt eine gescheite Antwort zu geben, hatte die eine nur gesagt Du brauchst dich erst gar nicht dort hin zu bemühen, die Bahnhofshalle wird um fünf Uhr abgeschlossen. Dort mit Schlafen ist also nichts.

  

Ich will gar nicht schlafen, antwortete ich. Die andere blökte Komm Moni, gleich wird er uns um einen Euroanbetteln. Da war ich doch etwas überrascht. Die hielten mich doch tatsächlich für einen Obdachlosen, der bettelnd durchs Land tigert.

Etwas beleidigt war ich da schon, kannst du dir denken, Schorschi, gell?“

Ich nickte nur bestätigend.

„Als ein Bergsträßer Dorfdichter reimte ich: 

Du und du (ich deutete auf die zwei) seid hässliche Schrumpel

in euren Köpfen keine klare Gedanken, nur Rumpumpel.

Dazu seid ihr unhöflich, arg arrogant

ich der Edelherr dagegen ein Dorfdichter, sehr galant.

Tut jetzt schnell laufen fort

bei mir seid ihr am falschen Ort.

Obwohl die 2 unsympathischen Weiber bestimmt kein hessisch kannten, haben die sicher die Zielrichtung von meinem Reim verstanden. Mit gespielter oder tatsächlicher Entrüstung liefen die wortlos fort.

Aber eine dritte, die dazu kam, hat das auch mit gekriegt und blieb sogar stehen. Diese fragte ich ebenfalls nach dem Weg zum Bahnhof. Sie antwortete nur  Ich hab keine Zeit und ging weg.“

„Besonders edel und galant war dein Verhalten zu den zwei Frauen gerade nicht“, kritisierte ich.

„Stimmt“, nickte Martin, „aber die Zwei hatten mit den Unhöflichkeiten angefangen,“

  

Mutprobe I


„Baa meunä Woanderung wollt i(s)ch uubedingt moal woas dähdi(s)che, woas i(s)ch mä dehoam, wo mi(s)ch zu viele Leit kenne, net gedrau zu gesdalde un i(s)ch doann nur däm Gespedd de Mitber(s)chä hilflos aasgeseddst wär“, offebaate mä Maddi, „aaßädäm väspier i(s)ch koa Lust, wenn märere Noachbaan ernsthaft empfehle, i(s)ch misst in eune Zwoangsjack  un in eune speddsjelle Klinik gesteckt wärn.“

„Ach, doa braachsde dä koa Sor(s)che  mache“, winkte i(s)ch oab, „aach baa mä  duht`s genie(s)chend Leit gewwe, die wo moane. doass i(s)ch oan Spinnä wär un sunst nix anneres.“

„Doa konnsde rä(s)cht hobbe“, lachte Maddi, „droddsdäm, i(s)ch hebb mä innä Apothek erst Mut-Tablette gekaaft. Des woar beraats äh seldsoam Oagelä(s)chenhaat. Die Väkeifärin guckte mi(s)ch oa, als wär i(s)ch net ri(s)chdi(s)ch im Kopp un soate, doa muss i(s)ch erst moal noachfroage. Se daht in eun Newweraam laafe un i(s)ch heerte Geki(s)chä un Gelä(s)chtä. Oaschließend koam se wirrä zu mä un iwärei(s)chte mä äh Dutt mit uugefäh zeh weiße Tablette. Des seun ihre gewinschte Mut-Tablette, grinste die Fraa, defier misse se Zwaeurofuffzi(s)ch berappe.

Im Mieridds-Naddsonalpack hebb i(s)ch die doann aasprobiert. Die dahte noach Drauwezuckä schmecke.     Einmaol bin i(s)ch äh korz Streck mittäm Naddsjonalpackbus gefoahrn. S`woarn aaßä meunä Päsoon noch  uugefäh zeh bis zwelf Kinnä orrä Juuchendli(s)che im Bus, äh äwaksene Fraa, vämutli(s)ch die Leitärin vo de Grupp un doann noch ähn äldä Pär(s)che. Bevo i(s)ch aasgestie(s)che bin, soate i(s)ch zim Foahrä: I(s)ch will noch äh korz Oasproach halte, s`dauert net längä als eune orrä zwa Minute.

I(s)ch soate, laut un deitli(s)ch:  Hallo, liewe Leit, i(s)ch werd jedds aasstei(s)che un ei(s)ch väloasse. S`hodd mi(s)ch sä gefreit mit ei(s)ch im glei(s)che Bus zu hocke. Ihr seid dolle Foahrgäste. Zim Oabschluss will i(s)ch mi(s)ch noch pä Hoandschloag vo jedäm eunzelnen bedoanke un väoabschiede.

Des daht i(s)ch doann aach. Die Kinnä un Juuchendliche lachte, risse si(s)ch awä doarim mä die Hoand zu rei(s)che. Aach ihre Leitärin schiddelte meu Hoand un winschte mä viel Spass fer meune Woanderung.

Baam eldä Pär(s)che, viellei(s)cht woarn die Zwaa schun so oald wie i(s)ch, woars unnäschiedli(s)ch. Die Fraa iwärei(s)chte mä ihre Hoand un grinste. De Moann wollte net, guckte mit Oabsi(s)cht mi(s)ch net oa, sunnern spießi(s)ch ernst aasäm Fenstä. Ä schiddelte nur seun Kopp.

I(s)ch bin doann aasgestie(s)che un woanderte zim Käflingsber(s)chtorm.“



Ohne Spass sollt koanä läwe

Wä`s droddsdäm väsucht

werd zeh Joahr wäni(s)chä läwe.

Übersetzung: „Bei meiner Wanderung wollte ich unbedingt mal was machen, was ich mir dahei, wo mich viele Leute kennen, nicht getraue zu gestalten und ich dann womöglich nur dem Gespött der Mitbürger hilflos ausgesetzt wäre“, offenbarte mir Martin, „außerdem verspüre ich keine Lust, wenn mehrere Nachbarn ernsthaft empfehlen, ich müsste in eine Zwangsjacke  und in eine spezielle Klinik gesteckt werden.“

Ach, da brauchst du dir keine Sorgen machen“, winkte ich ab, „auch bei mir gibt`s genügend Leute, die meinen ich wäre ein Spinner und sonst nichts anderes.“

Da kannst du recht haben“, lachte Martin, „trotzdem, ich hab mir in einer Apotheke erst Mut-Tabletten gekauft. Das war bereits eine seltsame Angelegfenheit. Die Vrkäuferin guckte mich an, als wäre ich nicht richtig im Kopf und sagt  Da muss ich erst mal nachfragen. Sie ging in einen Nebenraum und ich hörte Gekicher und Gelächter. Anschließend kam sie zurück zu mir und überreichte eine >Tüte mit ungefähr zehn weißen Tabletten. Dies sind ihre gewünschten Tabletten, grinste die Frau, dafür müssen Sie zweieurofünfzig berappen.

Im Müritz-Nationalpark hab ich die dann ausprobiert. Sie schmeckte nach Traubenzucker.  Einmal bin ich eine kurze Strecke mit dem Nationalparkbus gefahren, Es waren außer meiner Person noch ungefähr 10 bis 12 Kinder oder Jugendliche im Bus, eine erwachsene Frau, vermutlich die Leiterin der Gruppe und dann noch ein älteres Pärchen.  Bevor ich ausgestiegen bin, sagte ich zum Fahrer: Ich will noch eine kurze Ansprache halten, es dauert nicht läger als eine oder zwei Minuten.

Ich sagte, laut und deutlich: Hallo, liebe Leute, ich werde jetzt aussteigen und euch verlassen. S´hat mich sehr gefreut mit euch im gleichen Bus zu sitzen. Ihr seid tolle Fahrgäste. Zum Abschluss will ich mich noch per Handschlag von jedem einzelnen bedanken und verabschieden.

Das tat ich dann auch. Die Kinder und Jugendlichen lachten, rissen sich aber darum mir die Hand zu reichen. Auch ihre Leiterin schüttelte meine Hand und wünschte mir viel Spaß für meine Wanderung.

Beim älteren Pärchen, vielleicht waren die zwei schon so alt wie ich, wars unterschiedlich. Die Frau überreichte mir ihre Hand und grinste. Der Mann wollte nicht und guckte absichtlich mich nicht an, sondern schaute spießig ernsthaft aus dem Fenster. Er schüttelte nur seinen Kopf.

Ich bin dann ausgestiegen und wanderte zum Käflingsbergturm.“

Ohne Spaß sollte keiner leben

wer`s trotzdem versucht

wird zehn Jahre weniger leben.

Mutprobe II


„So eune Aksjoon im Bus duht mä sä gefalle“, nickte i(s)ch oaäkennend ernst un daht net grinse debaa, „des is werkli(s)ch eun spriddsi(s)ch Oabendeiä.“.

„Des moan i(s)ch aach“, pfli(s)chtete mä Maddi bei, „doa is mä noch woas anneres dezu eugefalle, allädings net im Naddsjonalpack, sunnern vo zwa Daache hier in Siedhesse.“

Meun Gesprä(s)chspaddnä droank erst moal ähn Schluck aasäm Biergloas. Doann: „Allädings is des aach nix fer unsre Gejend hier, doa kenne uns zu viel Leit, die nur speddeln un Häme väschidde. Des sollt mä in eunä Stadt probiern, die wo nemmä in Hesse is, zim Baaspiel in Moannheum, dordd seun wä velli(s)ch uubekoannt.“

„Oan woas hosde denn gedenkt, Maddi?“

„I(s)ch kennt, orrä oam beste du aach noch, kennte uffen Macktpladds eun frehli(s)ch Lied schmeddern . Zim Baaspiel   Meune Oma fliddst goans spliddänackt dor(s)ch Hagen . Eunä orrä wä Zwaa singe des. Die umstehende Leit misse defier zoahle, fuffzi(s)ch Dsent fer eune Stroof, fer alle drei Stroofe als Sondäoageboot nur eun Euro.“

„Des is awä net viel Geld, geroade moal eun Euro“, daht i(s)ch euwerffe.

„I(s)ch glaab, du host mi(s)ch net västonne, Schor(s)chi, alle, die wo uns zuheern misse je eun Euro ble(s)che.

Doa kimmt schun euni(s)ches zusoamme.

Du musst doch zugewwe, des werd werkli(s)ch eun scheenes Oabendeiä: Wä Zwaa häm unsern Spass un ebbes Geld kenne mä aach noch eusacke.“

„Moansde des ernst?“ froate i(s)ch zwaafelnd, „baa däm Lied mit de Oma, die wo naggi(s)ch dor(s)ch ne Stadt fliddse duht, wern uns womeegli(s)ch nur viele Leit kridisiern, mä dähte eldere Doame väuhze un die Männä duhn mä net äwähne.“

„Wä kenne joa noch des feddsi(s)ch Lied schmeddern  De Opa hodd schun wirrä oabsi(s)chtli(s)ch in die Hoos geschisse.“

„Des is aach koa Leesung, doa soage doann moan(s)che mä mache uns iwä eldere Leit goans allgemeun schoamlos lusdi(s)ch“, äwirrerte i(s)ch.

„Ach, mä muss des net so eng sehe“, schiddelte Maddi seun Wersching, „als Zugab bräsendiern mä halt noch

Die junge Roddsä seun goans widdäli(s)che Proddsä.“

„In de Filosooferund hebb i(s)ch so ähnli(s)che Voschläg aach schun gemoacht. Meu Freinde häm nur gegrinst un gelacht“, daht i(s)ch gestehe, „i(s)ch glaab, des kenne mä vägesse. Wenn mä Gligg hobbe, wern mä net väpriehelt, sunnern nur vom Pladds gejoagt.“



Mä selwä finne unsern Gesoang äfrischend, belebend

annere degeje als kwoalvoll, nervteetend.

Übersetzung: „So eine Aktion würde mir sehr gefallen“, nickte ich anerkennend ernst und grinste nicht dabei, „das ist wirklich ein spritziges Abenteuer.“

„Das mein ich auch“, pflichtete mir Martin bei, „da ist mir noch was anderes dazu eingefallen, allerdings nicht im Nationalpark, sondern vor zwei Tagen hier in Südhessen.“

Mein Gesprächspartner trank erst mal einen Schluck aus dem Bierglas. Dann; „Allerdings ist das auch nichts für unsere Gegend, hier kennen uns zu viele Leute, die nur spötteln und Häme verschütten. Das sollte man in einer Stadt probieren, die nicht in Hessen liegt, zum Beispiel in Mannheim, dort sind wir völlig unbekannt.“

„An was hast du denn gedacht, Martin?“

„Ich könnte, oder am besten du auch noch, könnten auf dem Marktplatz ein fröhliches Lied schmettern. Zum Beispiel  Meine Oma flitzt ganz splitternackt durch Hagen. Einer oder wir zwei zusammen singen das. Die umstehenden Leute müssen dafür zahlen, fünfig Cent für eine Strophe, für alle drei Strophen als Sonderangebot nur ein Euro.“

„Das ist aber nicht viel Geld, gerade mal ein Euro“, warf ich ein.

Ich glaub, du hast mich nicht verstanden, Schorschi, alle, die uns zuhören müssen je ein Euro blechen. Da kommt schon einiges zusammen. Du musst doch zugeben, das wird wirklich ein schönes Abenteuer. Wir Zwei haben unseren Spaß und etwas Geld können wir auch noch einsacken,“

„Meinst du das ernst?“ fragte ich zweifelnd, „bei dem Lied mit der Oma, die nackend durch eine Stadt flitzt,

werden uns womöglich nur viele Leute kritisieren, wir würden ältere Damen veralbern und die Männer nicht erwähnen.“

Wir können ja noch das fetzige Lied schmettern  Der Opa  hat schon wieder absichtlich in die Hose geschissen.“

„Das ist auch keine Lösung, da sagen dann manche wir machen uns über ältere Leute ganz allgemein schamlos lustig,“ erwiderte ich.

„Ach, man muss das nicht so eng sehen“, schüttelte Martin seinen Kopf, „als Zugabe präsentieren wir noch Die jungen Rotzer sind ganz widerliche Protzer.“

„In der Filosofenrunde hatte ich auch schon so einen ähnlichen Vorschlag gemacht. Meine Freunde haben nur gegrinst und gelacht“ gestand ich, „ich glaube das können wir vergessen. Wenn wir Glück haben, werden wir nicht verprügelt, sondern nur vom Platz gejagt.“

Wir selber finden unsern Gesang erfrischend, belebend

andere dagegen als qualvoll, nervtötend.

Mückenplage


„Aaßähalb des Nadddsjonalpack Mieridds hebb i(s)ch net uffen Campingpladds geschloawe“, babbelte

Maddin, „dordd daht i(s)ch allädings net meu Zelt ufbaue, sunnern nur mi(s)ch in die große, grie Abdeckploan euwickle.  I(s)ch merkte awä sofordd, ähn werkli(s)ch grooßes, sä uuoagenähm Probläm däht mi(s)ch dordd vom vädiente Schloaw oabhalte. Schwärme vo läsdi(s)che Micke fiele iwä mi(s)ch hä un foande aach glei meu nackte Haatstelle, Hend, Visaa(s)ch un Erm.“

„Doa bisde wohl zästoche worn, gell? Awä des is joa net schlimm fer so eun gliehend Nadierschiddsä wie di(s)ch, Maddi, du musst bedenke, die Schnoake misse halt Blut zappe, doamit se si(s)ch vämehrn kenne un die Schnoake seun wirrärim Fuddä fer viele annern Diern, zim Baaspile fer Oamphibje, Schwalbe un Mauäseeglä. Fer de Stoffkreislauf un de Nadurhaushalt seun die Micke also eißerst wi(s)chdi(s)ch.“

„Des waaß i(s)ch, Schor(s)chi. I(s)ch bin allädings de Uffassung, i(s)ch hebb defier in meunäm Läwe schun genug die Micke oan meunäm Kerpä, mä orrä wäni(s)chä freiwilli(s)ch, gewährn loasse un hodd baa meunä Woanderung werkli(s)ch koa biss(s)che Bederffnis väspiert so woas waatä zu huldige, moan notwenni(s)ch Schloaf woar mä doch wi(s)chdi(s)chä.“

„Des is doch goans oafach, Maddin, du musst halt die nackte Hautstelle bedecke, sodoass die Micke nur bleed summe kenne, awä koa Blut zappe.“

„Diese Meegli(s)chkaat hodd i(s)ch zuerst aach in Betroacht gezouhe un daht

des aach aasprobiern. Fer(s)chdäli(s)ch schwiddse musst i(s)ch baa däm woarme Summäweddä. Nur äh dinn Häm iwäs Gesi(s)cht daht net lange, des woar fer die Vie(s)chä iwähaapt koa Hinnänis un es woar werkli(s)ch iwähaapt net oagenehm, doass i(s)ch moa heiße Ausatmungsgoase iwädeitli(s)ch im Gesi(s)cht spiern daht.    Gliggli(s)chäwaas fiel mä dezu woas eu. I(s)ch hodde moal geläse, doass oabgeropptä Reunfann Micke fernn hoalte soll, waal se die aromoadi(s)che Geruchsstoffe meide un die läsdi(s)che Vie(s)chä oagäbli(s)ch sofordd fli(s)chte.   Ob des werkli(s)ch woas niddse däht, wusst i(s)ch net. Vielaa(s)cht seun des aach nur bleedsinni(s)ch Voschläge, die net helfe.

Awä probiern kennt mä des joa moal, hebb i(s)ch mä gedenkt. I(s)ch hebb deshalb meu vogesehe Noacht-

loagä erst moal eloa geloasse un daht uffen  Ackäroandstreife  ähn Strauß Reunfann roppe.

Un woas moansde, Schor(s)chi, woas is debaa raas gekumme?“

„Du worst net mit  Äfolg belohnt baa de Reunfann-Method.“

„Falsch“, driumfierte de oald Nadurschiddsä, „iwäraschendwaas hämm die Micke mi(s)ch gemiede, noachdäm i(s)ch mährere Stengel mit Bliete um meun Kopp gelä(s)cht hebb. Die goanse folgende Noacht häm mi(s)ch die Ploagegeistä väschont.“

„Un wieso moansde, Maddi, dies Äei(s)chnis zählt aach zu deu dolle Oabendeiä?“

„Also Schor(s)chi, des is doch vollkumme kloar. I(s)ch hebb mi(s)ch gefiehlt noach de Noacht wie eun Äksperdd in de Kaddogerie   Wie koann i(s)ch mit eufachste Middel in de Nadur vägnie(s)chli(s)ch läwe..

Noach zwaamoal hebb i(s)ch uf diese Add in de Nadur iwänachtet. De Reufann hodd mi(s)ch jedesmoal

vo blutrinsdi(s)che Schnoake geredd.“

Maddi reumte noch:



Die Micke duhn fer(s)chdäli(s)ch schmerrze, ste(s)che

uf all dinn bedeckte un nackte Hautflä(s)che.

Uf die koann i(s)ch werkli(s)ch väzi(s)chte

Reufann hilft, doass i(s)ch die nemmä si(s)chte.“

Übersetzung: „Außerhalb des Nationalparks habe ich nicht auf Campingplätzen geschlafen“, schwätzte Martin, „dort baute ich mein Zelt nicht auf, sondern wickelt mich nur mit meiner großen, grünen Abdeckplane ein. Ich merkte aber sofort, ein wirklich großes, sehr unangenehmes Problem würde mich dort vom verdienten Schlaf abhalten. Schwärme lästiger Mücken fielen über mich her und fanden auch gleich meine nackten Hautstellen, Hände, Gesicht und Arme.“

„Da bist du wohl zerstochen worden, gell? Aber das ist ja nicht schlimm für so einen glühenden Naturschützer wie dich, Maddi. Du musst bedenken, die Schnaken müssen halt Blut zapfen, damit sie sich vermehren können und die Schnaken widerum sind Futter für viele andere Tiere, wie Amphibien, Schwalben und Mauersegler. Für den Stoffkreislauf und den Naturhaushalt sind die Mücken also äußerst wichtig.“

„Das weiß ich, Schorschi. Ich bin allerdings der Auffassung,, ich habe dafür in meinem Leben schon genug

genug Mücken an meinem Körper, mehr oder weniger freiwillig, gewähren lassen  und hatte bei meiner Wanderung  wirklich kein bisschen Bedürfnis verspürt so was noch weiter zu huldigen, mein notwendiger Schlaf war mir doch wichtiger.“

„Das ist doch ganz einfach, Martin, du musst halt die nackten Hautstellen bedecken, sodass die Mücken nur blöd summen können, aber kein Blut zapfen.“

„Diese Möglichkeit hatte ich zuerst auch in Betracht gezogen und probierte das auch aus. Fürchterlich schwitzen musste ich bei dem warmen Sommerwetter. Nur ein dünnes Hemd übers Gesicht langte nicht, dies war für die Viecher überhaupt kein Hindernis und es war überhaupt nicht angenehm meine heißen Ausatmungsgase überdeutlich im Gesicht zu spüren.

Glücklicherweise fiel mir dazu etwas ein. Ich hatte mal gelesen, dass abgepflückter Rainfarn Mücken fern halten soll, weil sie die aromatischen Geruchsstoffe meiden und die lästigen Viecher angeblich sofort flüchten.  Ob das wirklich was nutzen würde, wusste ich nicht. Vielleicht wären dies auch nur blödsinnige Vorschläge, die nicht helfen.

Aber probieren könnte man das mal, hab ich mir gedacht. Ich hab deshalb mein vorgesehenes Nachtlager erst mal allein gelassen und pflückte auf einem Ackerrandstreifen einen Strauß Rainfarn.

Und was meinst du, Schorschi, was ist dabei raus gekommen?“

„Du wurdest nicht belohnt mit der Rainfarn-Methode.“

„Falsch“, triumphierte der alte Naturschützer, „überraschenderweise haben die Mücken mich gemieden, nachdem ich mehrere Stängel mit Blüten um meinen Kopf gelegt hatte, Die ganze folgende Nacht haben mich die Plagegeister verschont.“

„Und wieso meinst du, Maddi, dies Ereignis zählt zu deinen tollen Abenteuern?“

„Also Schorschi, das ist doch vollkommen klar.Ich hab mich nach der Nacht gefühlt wie ein Experte der Kategorie  Wie kann ich mit einfachen Mitteln in der Natur vergnüglich leben.

Noch zweimal habe ich in der Natur auf diese Art übernachtet. Der Rainfarn hatte jedes mal mich vor blutrünstigen Schnaken gerettet.“

Maddi reimte noch:

Die Mücken tun fürchterlich schmerzen, stechen

auf allen dünn bedeckten und nackten Hautflächen.

Auf die kann ich wirklich verzichten      

Rainfarn half, die nicht mehr zu sichten.“

Braunes Moorwasser


„Eunmoal hodd i(s)ch vägesse fer genie(s)chend Drinkwassä zu sor(s)che“, begoann de Maddi oan waateres Oabendeiä vo seunä Woanderung zu väzähle, „in de Eifel woar des nie eun Probläm. Dordd duhn nämli(s)ch viele Bä(s)che die Loandschaft schmicke. Im Naddsonoalpack Mieridds woar des annersd. Bä(s)che flosse doa iwähaapt net, i(s)ch hebb jedefalls koane gesehe, defier worde meu Aache awä mit viele greßere un kloanere Seen begliggt. Bestimmt hodde un hodd des Wassä vo denne reunste Drinkwassäkwalidäht.

So woarn meune Iwälä(s)chunge dezu. Als meu Drinkflasch lä geworn seun, wollte i(s)ch die wirrä fille un doa daht meu Uugligg beginne. Ner(s)chendswo konnt i(s)ch dordd bis oans Ufä vodringe, jedefalls oan däm Daach un oan denne ensprechende Seen.

Des woar nämli(s)ch so: Die meiste Gewässä hobbe oan Schilfgertel um de gesoamte See un doann folgte fast aasnoahmslos ähn Moor-Bruchwoald, des haaßt, i(s)ch hädde dor(s)ch sumpfige Stelle un viele tiefe Wassäpfiddse dor(s)chstappe misse . Womegli(s)ch bleiw i(s)ch doann im Schloamm stecke un kimm nemmä raus, daht i(s)ch befer(s)chte. I(s)ch wär net de erste Mensch uf de Welt, däm so was bassiern dähte.

Oan eunä Stell, oam Roande eunes Bruchwoaldes woar des Wassä viellaa(s)cht fuffzi(s)ch Zentmetä tief un soah sä klaa aas. Des kennt i(s)ch joa aach nemme, hebb i(s)ch mä gedenkt. I(s)ch hielt meu lä dor(s)chsi(s)chdi(s)ch Plastikflasch ins Wassä un ließ meu Voroatsgefäß uugefäh halb voll laafe.  Als i(s)ch die Flasch aas de große Wassäpfidds raasnämme daht, musste i(s)ch oangsäfillt schlucke. Des Wassä woar zwaa kloar, koa Schwebstoffe orrä so woas, awä es hodde eune hellbraune Fabb, fast väglei(s)chbaa mit Abbelsaft.

Un so woas sollte i(s)ch drinke? Wä waaß, wel(s)che Folge des hodd; Grässli(s)che Moagevästimmung, Dor(s)chfall, Bauchschmärzze, Fiebä unsowaatä unsofordd. Woas sollt i(s)ch nur mache?“

„Doa hosde des gelosse un gewadd bis annern Leit vobei kimme, die wo de doann um ebbes Drinke oabeddle kennst“? Daht i(s)ch euwerffe.

„Des woarn dahtsä(s)chli(s)ch zuerst meune Gedoanke.  I(s)ch hebb mä aach ähn Reum in meunäm Kopp zurä(s)cht gelä(s)cht, mit däm i(s)ch die Leit oababble kennt.    



Bitte, bitte, liewe Leit, gäbt mä ebbes zu drinke

i(s)ch will net ämaddet im Moor dood väsinke.

I(s)ch werd zim Doank ei(s)ch ins Noachtgebät euschließe

im Paradies werdä doann eiä Noachläwe genieße.

„Doassde so fromm bist, wusst i(s)ch goar“, babbelte i(s)ch iwärascht.

„Ach“, daht Maddi oabwinke, „koa biss(s)che fromm bin i(s)ch. Awä diesä Vierzeilä kennt viellei(s)cht so moan(s)che Leit gefalle, hebb i(s)ch gedenkt.      Awä, awä, s`koame koa Leit vobei. Bestimmt äh halb Stunn orrä noch mä daht i(s)ch wadde. Niemoand ließ si(s)ch blicke un de kwälend Dorscht ließ net noach..

Doa effnete i(s)ch die Flasch un roch deroa. Meu Noas konnte koan Geruch feststelle. Doa woagte i(s)ch ähn Minischlick(s)che dor(s)ch meu aasgedrocjnet Kehl fließe zu loasse.  Koan außägewehnli(s)chä Geschmack konnt i(s)ch bemerke. Doa koannt i(s)ch mi(s)ch nemmä zurick hoalte. Gieri(s)ch  droank i(s)ch bestimmt ähn Vertellitä uf oanmoal.

S´hodd foandasdi(s)ch meun Dorscht gelescht.   I(s)ch hebb koa Bauschmerrze gekriegt, koan Dor(s)chfall un koan Fiebä, goar nix.

Joa, so woar des un is des:



Net alleweil duht uns nur Pe(s)ch ädricke

sä oft duht uns aach viel Gligg entzicke.“

Übersetzung: „Einmal hatte ich vergessen für genügend Trinkwasser zu sorgen“, begann der Martin  ein weiteres Abenteuer seiner Wanderung zu erzählen, „in der Eifel war das nie ein Problem. Dort schmücken nämlich viele Bäche die Landschaft. Im Nationalpark Müritz war das anders. Bäche flossen da überhaupt nicht, ich hatte jedenfalls keine gesehen, dafür wurden meine Augen aber mit vielen kleinen und größeren Seen beglückt. Bestimmt hatten und hat von denen reinste Trinkwasserqualität.

So waren meine Überlegungen dazu. Als meine Trinkflasche leer geworden ist, wollte ich die wieder füllen und da begann mein Unglück. Nirgendswo konnte ich dort bis ans Ufer vordringen, jedenfalls nicht an jenem Tag und an den entsprechenden Seen.

Das war nämlich so: Die meisten Gewässer haben einen Schilfgürtel um den gesamten See und dann folgte, fast ausnahmslos, ein Moor-Bruchwald, das heißt, ich hätte durch sumpfige Stellen und viele tiefe Wasserpfützen durchstapfen müssen. Womöglich bleib ich dann im Schlamm stecken und komm nicht mehr raus, befürchtete ich. Ich wäre nicht der erste Mensch auf der Welt, dem so was passieren würde.

An einer Stelle, am Rande des Bruchwaldes, war das Wasser vielleicht 50 cm tief und sah sehr klar aus. Das könnte ich ja auch nehmen, dachte ich mir. Ich hielt meine leere durchsichtige, Plastikflasche ins Wasser und ließ mein Vorratsgefäß ungefähr halb voll laufen. Als ich die Flasche aus der großen Wasserpfütze raus nahm, musste ich angsterfüllt schlucken. Das Wasser war zwar klar, keine Schwebestoffe oder so was, aber es hatte eine hellbraune Farbe, fast vergleichbar mit Apfelsaft.

Und so was sollte ich trinken? Wer weiß, welche Folgen dies hätte: Grässliche Magenverstimmung, Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber undsoweiter undsofort. Was sollte ich nur machen?“

„Da hast du das gelassen und gewartet bis andere Leute vorbeikamen, die du dann um etwas Trinken anbetteln konntest?“ warf ich ein.

„Das waren zuerst tatsächlich meine Gedanken. Ich hab mir auch einen Reim in meinem Kopf zurecht gelegt, mit dem ich die Leute ansprechen könnte:

Bitte, bitte, liebe Leute, gebt mir etwas zu trinken

ich will nicht ermattet im Moor tot versinken.

Ich werd zum Dank euch ins Nachtgebet einschließen

im Paradies werdet ihr dann euer Nachleben genießen.“

„Dass du so fromm bist, wusste ich gar nicht“, bemerkte ich überrascht.

„Ach“, Maddi winkte ab, „kein bisschen fromm bin ich. Aber dieser Vierzeiler könnte vielleicht so manchen Leuten gefallen, dachte ich.

Aber, aber, es kamen keine Leute vorbei. Bestimmt eine halbe Stunde oder noch mehr wartete ich. Niemand ließ sich blicken und der quälende Durst ließ nicht nach.

Da öffnete ich die Flasche und roch nach der Flüssigkeit. Meine Nase konnte keinen Geruch fest stellen. Da wagte ich ein Minischlückchen durch meine ausgetrocknete Kehle fließen zu lassen. Keinen außergewöhnlichen Geschmack konnte ich bemerken. Da konnte ich mich nicht länger zurück halten. Gierig trank ich bestimmt einen Viertelliter auf einmal. Es hatte phantastisch meinen Durst gelöscht. Ich kriegte keine Bauchschmerzen, keinen Durchfall und auch kein Fieber, gar nichts.

Ja, so war das und ist das:

Nicht immer wird uns nur das Pech erdrücken

sehr oft uns auch viel Glück entzücken.

Was ist ein Abenteuer ?


„I(s)ch bin mä doa net si(s)chä, Maddin, ob des werkli(s)ch Oabendeiä seun, woasde mä so all väzählt host. Zim Baaspiel in die Hoos geschisse aas Väsehe. Des is mä aach schun bassiert, hebb des awä net als prickelnd Äei(s)chnis betroacht.“

„Noa, Schor(s)chi,“ daht meun Gesprä(s)chspaddnä seun Wersching schiddle, „Oabendeiä duht bedeite:

Mä waaß net, woas debaa raas kimme werd, ähn gewiss Risiko is debaa, schlimmsdefalls koaan des aach zu eunäm Fiasko ausadde. Baa meunä vieldä(s)chi(s)ch Woanderung im Mieridds-Naddsjonoalpack woar des so. Un doa hädd viel Uuoagenähmes bassiern kenne, Fuß väknackse, schlimme Äkältung krieje dor(s)ch Dauäreje, loangwaali(s)ch ar(s)ch ämiedend eedes Laadsche im Woald unsowaatä unsofordd.“

„Stimmt schun“, musst i(s)ch zugewwe, „woas mä so als Abendeiä päseenli(s)ch äläwä duht, is nadierli(s)ch stack subbjekdiv. Meu Fraa, des Lisett(s)che duht gern iwä Flohmärkt tigern. Eunmoal hodd se doch so eun deire Tungusewintämoantel fer finfunzwonsi(s)ch Eiro ägaddert, fer mi(s)ch iwri(s)chens.

Se moante, des wär ähn Supäschnepp(s)che gewäse un  daht  des Äei(s)chnis dahtsä(s)chli(s)ch mit de Wordde  eißerst seldenes, prickelnd Aobendeiä beschreiwe un hodd debaa glänsende Aache gekriggt. I(s)ch degeje daht des nur als iwäflissi(s)che, velli(s)ch uuneddi(s)che Geldausgoabe emfinne.

Des hebb i(s)ch zu meunä Hold aach gesoat, se oantworddete nur: Schor(s)chi, duh mä meu Oabendeiä net vädriese, i(s)ch läsdä joa aach net stunneloang, wennde mä wirrä gliggli(s)ch mit zidderntä Stimm väzählst, doassde baam Timpelbaa aasgeruddscht bist un di(s)ch im Schloamm platschend uufreiwilli(s)ch hieleihe musst.“

„Joa, so isses halt“, ägänste Maddi, „woas so eun ri(s)chdi(s)ch Oabendeiä orrä nur eun Pseido-Oabendeiä is, is halt vo Päsoon zu Päsoon rä(s)cht unnäschiedli(s)ch.



De eune duht baa nä Sach glänsende Aache krieje

de annä gähnt nur, duht liewä in de Forzkuhl lieje.“

„Woa moansde unnä däm Begriff Pseido-Oabendeiä?“

„Sol(s)ch Äei(s)chnisse, die wo zwaa ufrä(s)chend seun kenne, des Adrenoalin also im Kerpä streeme loasse, awä koan Risiko bedeite. S´duht also nix Schlimmes bassiern, zim Baaspiel Oachtäboahn foahrn uffen Joahrmackt.  

Meu scheensdes Äei(s)chnis, wel(s)ch i(s)ch, de Maddin Woaldfreind, als goans dolles Oabendeiä emfinne daht un si(s)ch tief in meu Hern eugegroabe hodd, woar, als i(s)ch ähn Jungfuks fer korze Zaat

beoboachte konnt, dä wo si(s)ch aach noch vo mä knipse un filme ließ. I(s)ch hebb oaschließend ebbes gegreunt vo Gligg.“

              ( Das schon süchtige Jackensammeln von Lisettchen und   

                Schlammsuhlen von Schorschi ist auch thematisiert in den

                 Anekdoten  "Was ist der Sinn des Lebens"  )


Übersetzung: „Ich bin mir da nicht sicher, Martin, ob das wirklich Abenteuer sind, was du mir so alles erzählt hast. Zum Beispiel in die Hose geschissen aus Versehen. Das ist mir auch schon passiert, habe das aber nicht als ein prickelndes Ereignis betrachtet.“

„Nein, Schorschi“, schüttelte mein Gesprächspartner seinen Kopf, „Abenteuer bedeutet: Man weiß nicht, was dabei raus kommt, ein gewisses Risiko ist dabei und schlimmstenfalls kann das auch zu einem Fiasko ausarten. Bei meiner vieltägigen Wanderung im Müritz-Nationalpark war das so. Und da hätte viel Unangenehmes passieren können, Fuß verknacksen, schlimme Erkältung kriegen durch Dauerregen, langweiliges sehr ermüdendes, ödes Latschen im Wald und so weiter und so fort.“

„Stimmt schon“, musste ich zugeben, „was man so als persönliches Abenteuer erlebt, ist natürlich stark subjektiv. Meine Frau, das Lisettchen, tigert gerne über Flohmärkte. Einmal hatte sie doch so einen teuren Tungusenwintermantel für 25 Euro ergattert, für mich übrigens. Sie meinte, das wäre ein Superschnäppchen gewesen und beschrieb das Ereignis tatsächlich mit den Worten  äußerst seltenes, prickelndes Abenteuer und bekam dabei glänzende Augen. Ich dagegen empfand dies nur als überflüssige, unnötige Geldausgabe.   Das hab ich auch zu meiner Holden gesagt, sie antwortete nur: Schorschi, verdries nicht meine Abenteuer, ich lästere ja auch nicht stundenlang, wenn du mir wieder glücklich, mit erregt zittriger Stimme, erzählst, dass du beim Tümpelbau ausgerutscht bist und dich im Schlamm platschend unfreiwillig hinlegen musstest.“

„Ja, so ist das halt“, ergänzte Martin, „was so ein richtiges Abenteuer oder nur ein Pseudoabenteuer ist, ist halt von Person zu Person recht unterschiedlich.

Der eine tut bei einer Sache glänzende Augen kriegen

der andere gähnt, tut lieber in der Furzkuhle liegen.“ (Furzkuhle=Bett)

„Was meinst du unter dem Begriff Pseudoabenteuer?“

„Solche Ereignisse, die zwar aufregend sein können, das Adrenalin also im Körper strömen lassen, aber kein Risiko bedeuten. Es passiert also nichts Schlimmes, z.B. Achterbahnfahren auf dem Jahrmarkt.

           Mein schönstes Ereignis, welches ich, der Martin Waldfreund, als ganz tolles Abenteuer empfand und sich tief im Hirn eingrub, war, als ich einen Jungfuchs für kurze Zeit beobachten konnte, der sich auch noch von mir knipsen und filmen ließ. Ich hab anschließend etwas geweint vor Glück.“