Friedliches Beisammensein

 

Des woar ähn lusdi(s)chä Owend. Wä hobbe goanz friedli(s)ch in de Kneip zusamme gehockt un iwä uuwi(s)chdi(s)ch Zei(s)ch gebabbelt.

Kall, du bist ähn bleedä Uhrumpel“, lästerte de Ludwi(s)ch un droank ähn grooß Schluck aasäm Biergloas. De Kall foand des net lusdisch, machte zuerst awä nix. Erst als de Ludwi(s)ch wirräholte „Kall, du bist ähn bleedä Uhrumpel“, balltä seu Faust un polierte die Fratz vom Ludwi(s)ch.Dä daht des Glei(s)che. Die Folg woar: Beide verlorn Zeh, die se oaschließend ufäm Kneipeboode ufläse musste.

Kall lä(s)chte seun Zeh newäs halbausgedrunke Biergloas, de Ludwi(s)ch wickelte seu drei Zeh in ähn Zettel un steckte se in die Hämdasch.

Unsä zwa Streithähn beruhi(s)chte si(s)ch wirrä un droanke waatä friedli(s)ch Bier.

Ludwi(s)ch daht awä hinnälisti(s)ch de Zoahn vom Kall ins Glas falle losse, alsä moal wo anners hieguckt hodd.  

Kall hodds net gemerkt un verschluckte de Zoahn mit däm Bier.

Als wä all die Fladdä machte froate de Kall entsetzt: „Wo seun meu Zoahn?“

Dän hosde gedrunke“, lachte Rolfi ,“awä mach dä nix draus. Dän duhsde wirrä auskacke, doann koannsden aus de Scheiß rauspuhle:“

Koannä net“, woandt de Sven eu, „dä werd dor(s)ch die Moageseire oagriffe un seun nemmä zu gebrauche“.

Doa stie(s)ch äneit die Zornesreet in Kalls Visa(s)ch un wollt schun uf die Bagasch  mit geballte Feist lossterze. Doa woar nix mä zu mache, wä roannte all schnell fordd.

Eunä unnä uns rief noch lachend zurick:

             Kall, du hosd großes Gligg,

             du koannst mit de nei Zoahnlick

             net nur äh Zigarett prima greife

             sunnern a lusdi(s)ch, freehli(s)ch peife.   

Übersetzung:Das war ein lustiger Abend. Wir haben ganz friedlich in der Kneipe zusammen gesessen und redeten über unwichtiges Zeugs.„Karl,du bist ein blöder Trottel“, lästerte der Ludwig und nahm einen großen Schluck aus dem Bierglas.  Der Karl fand das nicht lustig, machte aber zuerst nichts. Erst als der Ludwig wiederholte „Karl,du bist ein blöder Trottel“, ballte er seine Faust und schlug ins Gesicht vom Ludwig. Der tat das Gleiche. Die Folge war: Beide verloren Zähne, die sie anschließend vom Kneipenboden auflesen mussten.

Karl legte seinen Zahn neben das halb ausgetrunkene Bierglas, Ludwigwickelte seine drei Zähne in einen Zettel und steckte ihn in seine Hemdtasche. Unsere zwei Streithähne beruhigten sich wieder und tranken weiter friedlich Bier.  Ludwig ließ dann hinterlistig den Zahn vom Karl ins Glas fallen als dieser mal wo anders hinguckte.

Karl hatte dies nicht bemerkt und verschluckte den Zahn mit dem Bier.  

Als wir alle nach hause gingen, fragte Karl entsetzt: „Wo ist meinZahn?“ 

Den hast du getrunken“, lachte Rolfi , „aber mach dir nichts draus, beim Kacken kannst du ihn wieder aus der Scheiße puhlen“. 

Kann er nicht“, wandt der Sven ein, „ durch die Magensäure wird er angegriffen, er ist nicht mehr zu gebrauchen“. 

Da stieg erneut die Zornesröte in Karls Visage (Gesicht) und wollte schon mit geballten Fäusten auf seine Freunde losstürzen. 

Da war nichts zu machen, wir rannten Alle schnell fort. Einer von uns rief noch lachend zurück:             

 Karl, du hast  großes Glück 

du kannst mit der neuen Zahnlück(e)                           

nicht nur ne Zigarette prima greifen                           

 sondern auch lustig, fröhlich pfeifen.