Rumtrinker

 

Wä hockte bei Mosjö Mondmoann in seunä Kneup .Doa äschien de Sven. Oan de Thek dahtä

zim Wert flistern: „Koann i(s)ch baa dä äh Fässche Rum kaafe? Ma Fraa duht schun quengle.“

WäFinf vo de Filosoferund hobbe`s awä geheert un lauschteneigieri(s)ch, woas noch kumme

däht.

ZwaFlasche koann i(s)ch dä gewwe, äh Fass Rum hobb i(s)ch net“,teente de Wert mit seunä

laatPolterstimm.

Pst,net so laat“, bat Sven, „meu Oalie(s)che braacht net jedäheern.“

I(s)chmach dä ähn Voschloag. Jetz koannsde zwa Flasche Rum kriehe“,soate Mosjö Mond-

mann,„un mor(s)che duhsde äh Zehliterfass, voll gefillt, bekumme. ImKellä hebb i((s)ch genug devon, allädings nur in Flasche. I(s)chfill de Rum halt um in ehmoali(s)che Zehliterbierfässche. Wenndewillst, koannsde jede Woch so äh Fässche dä oabhole.“  

DeOagesprochene nickte stumm.

Svenbraacht seun Rum als Schlummädrunk“, lästerte Klausi, unsäChef-Filosof. Sven

worbaa uns bekoannt als Kampfddrinkä. Annern Leit soage aach:Alkoholikä, oabgekerzt Alkis.  Klausi ließ doann noch ähn Vers los:

                   „De Rumfreind duht noach gierig Drinke

                    ämaddet in seu Forzkuhl sinke.“

Desseun awä net schee von dä“, moante Heunä vowuffsvoll, „mäbraache uns  iwä den

Moannnet lusti(s)ch mache, bloß waalä halt moal äh Gläsche mä drinkeduht als annern Leit.“

Doassdu, Heunä, Västännis host, kapier i(s)ch sofortt. Awä...“Klausidaht iwäle(s)chend,

duhost rä(s)cht. Hä Wert duhn se defier sor(s)che, doass de Sven jedWoch zwa Fässche, ach

woas,draa Fässche Rum oabhole koann, oan Fässche duht joa groad loangefer ähn Kinnäge-

bortsdaach.“

 

 

Übersetzung:Wir saßen bei Mosieur Mondmann in seiner Kneipe. Da erschien der Sven. An der Theke flüsterte er zum Wirt: „Kann ich bei dir ein Fässchen Rum kaufen? Meine Frau quengelt schon.“

Wir Fünf von der Filosofenrunde haben es aber gehört und lauschten neugierig, was noch Kommen würde.

Zwei Flaschen kann ich dir geben, ein Fässchen Rum habe ich nicht“, tönte der Wirt mit seiner lauten Polterstimme.

Pst, nicht so laut“, bat Sven, „mein Anliegen braucht nicht jeder hören.“

Ich mach dir einen Vorschlag. Jetzt kannst du zwei Flaschen kriegen“,sagte Mosieur Mondmann, „und morgen bekommst du ein Zehnliterfass. Im Keller habe ich genug davon. Ich füll den Rum halt um in ehemalige Zehnliterbierfässchen. Wenn du willst,kannst du jede Woche dir so ein Fässchen abholen.“

Der Angesprochene nickte stumm.

Sven braucht seinen Rum als Schlummertrunk“, lästerte Klausi, unser Chef-Filosof.

Sven war bei uns bekannt als Kampftrinker, andere Leite sagen auch: Alkoholiker, abgekürzt Alkis. Klausi ließ dann noch einen Vers los:

                         „Der Rumfreund tut nach´gierig Trinken

                           ermattet in seine Furzkuhl(e) sinken.“

Das ist aber nicht schön von dir“, meinte Heiner vorwurfsvoll, „wir brauchen uns über den

Mann nicht lustig machen, bloß weil er halt mal ein Gläschen mehr trinkt als andere.“

Dass du ,Heiner, Verständnis hast, kapier ich sofort. Aber.....“, Klausi tat überlegend, „du hast recht. Herr Wirt, sorgen sie dafür, dass der Sven jede Woche zwei Fässchen, ach was...drei Fässchen abholen kann. Ein Fässchen langt ja gerade für einen Kindergeburtstag.“