Tanzen

Lisett(s)che Schnabbelschnut, also ma Fraa, duht gern doanse, i(s)ch awä net.

So ri(s)chdi(s)ch konnt i(s)ch mi(s)ch noch nie defier begaastern, des selwä zu mache“, väklärte i(s)ch meu bessä Helft.

Du hosd doch selwst gesoat, als Juuchendli(s)chä häddsde aach oan Doanskurs begliggt“, daht meu Fraa bemerke.

Joa,schun“, musst i(s)ch zugewwe, „awä nur, waal i(s)ch geglaabt hebb, i(s)ch däht sunst koa Mäd(s)chä kennel erne. Awä korze Zaat spätä daht i(s)ch doch Kontakte mit so indresonte Wäse finne, ohne die bleed Rimhipperei. Sofodd daht i(s)ch den Kurs oabbrä(s)che.“

Mä kennte doch zusoamme uf so ne Doansschul gehe, bestimmt hämmä Spass deroa. Aach Klausi Vielreddnä hodd vo, so woas mit seunä Fraa zu dähdi(s)che.“

Stimmt net“, schiddelte i(s)ch väneunend moan Kopp, „Klausi duht des nie un nemmä mache. Des hoddä mä selwä gesoat. Seu Fraa will des, ä awä net.  Ä hodd mä väklickert, ä duht koa Gligg emfinne, seu Boa zu värenke orrä wie oan groad geoangeltä Fisch zu zapple.

I(s)ch muss awä zugewwe“, lenkte i(s)ch ebbes  eu, „doass Doanse eun scheenä Spordd seun, i(s)ch duh gern zugucke, während i(s)ch  uffen Stuhl hocke duh un ähn Bier in mi(s)ch reu schidd. Wenn so moan(s)che Männä un noch mä Fraue deroa Spass hobbe un aach Buhwe un Mäd(s)chä, doann duh i(s)ch mi(s)ch freie, besunners wenn i(s)ch bedenk, woas heifi(s)ch hinnähä kimme kennt.

Buhwe un Mäd(s)chä duhn wie värickt rimhippe

un duhn si(s)ch oaschließend gejesaadi(s)ch begligge.“  

Übersetzung:Lisettchen Schnabbelschnut, also meine Frau, tanzt gerne, ich aber nicht.

So richtig konnte ich mich noch nie dafür begeistern das selber zu machen“, erklärte ich meiner besseren Hälfte.

Du hast doch selber gesagt, al Jugendlicher hättest du auch einenTanzkurs beglückt“,bemerkte meine Frau.

Ja, schon“, musste ich zugeben, „aber nur, weil ich geglaubt hatte, ich würde sonst keine Mädchen kennen lernen. Aber kurze Zeit später fand ich doch Kontakte mit so interessanten Wesen, ohne die blöde Rumhüpferei. Sofort brach ich den Kurs ab.“  

Wir könnten doch zusammen auf so eine Tanzschule gehen, bestimmt haben wir Spaß daran. Auch Klausi Vielredner hat vor, so was mit seiner Frau zu machen.“

Stimmt nicht“, schüttelte ich verneinend den Kopf, „Klausi macht so was nie und nimmer.

Er sagte mit das selber. Seine Frau will das, er nicht.. Er erklärte mir, er empfindet kein Glück seine Beine zu verrenken oder wie ein gerade geangelter Fisch zu zappeln.

Ich muss aber zugeben“, lenkte ich etwas ein, „dass Tanzen ein schöner Sport ist, ich gucke gern zu, während ich auf dem Stuhl sitze und ein Bier in mich rein schütte. Wenn so manche Männer und noch mehr Frauen daran Spaß haben und auch Jungen und Mädchen, dannf reue ich mich, besonders wenn ich bedenke, was häufig hinterher kommt.

Buben und Mädchen hüpfen rum mit Entzücken

und tun sich anschließend gegenseitig beglücken.“